Knoblauchpaste / Knoblauchgrundstock

Knobipaste aus gebackenem Knoblauch

Diese Knoblauchpaste war auch wirklich einer meiner Endgegner.
Dabei finde ich es sooo so praktisch: Im Dip, der Sauce, Aioli, Brotaufstrich, Sauce... So oft braucht man eine einzelne Zehe und hat die Arbeit. Oder die restlichen Zehen keimen/werden schlecht. Mit der Paste geht's ganz fix:
Einmal die Arbeit machen, Deckel auf, Knobipaste rein... Nichts schälen, nichts riecht... 1TL entspricht 1 Zehe.


Aber es wollte einfach nicht wie ich wollte. Ich kann echt gar nicht sagen, wie viele Arten ich ausprobiert habe!
Wirklich einfach JEDES Mal wechselte sie nach einigen Tagen oder wenigen Wochen die Farbe und/oder den Geruch -Sie oxidierte.
Ist wohl nicht schädlich die Paste dann so zu essen, aber ich kann das weder riechen noch schmecken.
(Mag daran liegen dass ich väterlicherseits mit einem etwas zwiespältigen Verhältnis zu Knoblauch aufgewachsen bin :-D)

Nunja, lange Rede kurzer Sinn... Ich hab die Lösung gefunden. Wenn der Knoblauch gebacken wurde, oxidiert offenbar nichts mehr (und es schmeckt gleichzeitig noch viel aromatischer :-D) Die Lösung lag übrigens in einer Dönerbude, der wahrscheilich weltbesten wohlgemerkt :-)

 

Nun einfach 1TL Paste statt 1 Knobizehe ins Essen




PS: Wer jetzt den Kopf schüttelt, weil ihn die leichte oxidation nicht stört u sich die Arbeit mit dem vorbacken nicht machen mag: das Rezept funktioniert mit den selben Mengen mit rohem, geschälten Knoblauch :-)


Rezept


* Knoblauchknollen (Menge nach Belieben, für 3 Solcher Gläser braucht es 12 Knollen)
* Salz (kein Jodsalz). Im Sinne der Haltbarkeit sollten 7 Teile Knobi, ein Teil Salz genommen werden
* Öl

 


Die  gewünschte Anzahl Knobiknollen werden zunächst in Alufolie gewickelt und bei 180°C O/U für 45Minuten in den Backofen gegeben.

TIPP:
Wer auf die Alufolie verzichten will, gibt sie in einer Auflaufform mit Deckel in den Backofen. Die Paste bleibt dabei nicht so schön weiß, da die Zehen etwas angrillen, sondern wird wie auf meinem Foto -stammt aus dem Versuch ohne Alufolie- eher gelblich. Sie lassen sich in Alufolie leichter weiterverarbeiten.)

Anschließend den Knobi am Stielansatz köpfen, sodass die Zehen durchteilt sind. Man kann ihn nun recht einfach auslöffeln. Falls das nicht so gut mit dem Löffel klappt (passiert manchmal wenn er zu frisch oder zu alt ist) kann man die einzelnen Zehen auch einfach in die Schüssel ausdrücken (Einmalhandschuhe verwenden!).
Knobiausbeute abwiegen.

Salz zugeben (Nehmt Jodfreies Salz! Jodsalz kann mit der Zeit metallisch schmecken!). Es sollte wie gesagt auf das Verhältnis 7 (knobi) : 1 (Salz) geachtet werden.

Anschließend wird die Masse mit dem Salz, per Knet- und Mahlmesser, auf kleiner Stufe (4-7, langsam aufsteigend), nach eigenem Gusto, püriert. Wer es cremiger mag, gibt noch etwas Öl hinzu. Ich habe 1-2EL pro Knolle drin drin.

TIPP: Zu Bedenken wenn ihr die Große Schüssel nehmt:
Zum ordentlichen Pürieren braucht es da natürlich Masse, sonst schiebt man sehr oft runter bis es cremig ist. Wenn man eine kleine Portion macht, muss man schon oft runterschieben. Zu Gute kommt da, dass der gegarte Knoblauch fast schon pastenähnliche Konsistenz hat. Bei wenig würde ich nach meinem Test mit 5 Knollen trotzdem auf die Minischüssel oder den Pürierstab zurückgreifen- geht schneller :-) )

 

 

Der Glasrand wird nun gereinigt und oben kommt eine mind. 0,5cm dicke Ölschicht auf die Paste. Sie konserviert und sollte immer die komplette Paste bedecken (ggf nachfüllen).
Bitte immer mit einem frischen Löffel in das Glas gehen, damit möglichst wenig Keime hinein gelangen.
Dann hält sich die Paste über mehrere Wochen oder Monate im Kühlschrank.

 


Haltbarkeit:
Sie sollte sich so über mehrere Monate halten. Bei uns war sie bisher immer nach 3-4 Wochen leer. Ich kann daher nicht aus eigener Erfahrung zur Haltbarkeit sprechen.
Freue mich daher über Erfahrungsberichte, wie lange sie bei Euch so hält. Gerne in die Kommentare :-)


Links zum Nachmachen

(Gläser, Radierbare Gläserstifte, Etiketten, Glasdeko mit Kalligrafiespruch)

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Kommentare: 2
  • #1

    Emma (Mittwoch, 13 November 2019 13:33)

    Theoretisch kann man sie auch einkochen danach nochmal ? Oder ?

  • #2

    Jenny (Dienstag, 28 April 2020 08:44)

    Hey, ich bin gerade auf dein Rezept gestoßen u finde das vorherige backen interessant. Warum schälst du die Zehen nicht vorab? Der Schritt mit dem rausdrücken aus der Schale, nach dem backen, stört mich irgendwie. Lieben Dank.